Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina
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Sonntag, 12. Oktober 2008

Neues aus der Kafka-Forschung

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Franz Kafka, angeblicher Weltautor, der in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag würde feiern können, wenn er nicht gestorben wäre, war nach neuesten Forschungsergebnissen nicht führender Vertreter, sondern lediglich tretender Verführer der Prager Depressionisten, hat sich bei der Gartenarbeit ständig in den Daumen geschnitten, keinen seiner drei Romane vollendet, sich öfter ent- als verlobt, war Beamter, lag gern tagelang nichtstuend im Bett, besaß keinen Computer, kein Handy, kein Navi, und den Eipott ließ er zum Frühstück lieber von der Frau Mama bedienen. Egal. Ich liebe ihn trotzdem!

Dienstag, 20. Mai 2008

Franz Kafka - Aphorismen

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Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht zu werden, die man erst hassen lernen wird. Ein Rest von Glauben wirkt dabei mit, während des Transportes werde zufällig der Herr durch den Gang kommen, den Gefangenen ansehn und sagen: "Diesen sollt Ihr nicht wieder einsperren. Er kommt zu mir. "

Ein Käfig ging einen Vogel suchen.

Laß Dich vom Bösen nicht glauben machen, Du könntest vor ihm Geheimnisse haben.

Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen und es wird ein Teil der Ceremonie.

Du bist die Aufgabe. Kein Schüler weit und breit.

Das Glück begreifen, daß der Boden, auf dem Du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße ihn bedecken.

Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern.

Das Negative zu tun, ist uns noch auferlegt, das Positive ist uns schon gegeben.

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhen, darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte fragen zu können. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.

Noch spielen die Jagdhunde im Hof, aber das Wild entgeht ihnen nicht, so sehr es jetzt schon durch die Wälder jagt.

Das Wort "sein" bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihm-gehören.

Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbarem in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können.

Es bedurfte der Vermittlung der Schlange: das Böse kann den Menschen verführen, aber nicht Mensch werden.

Im Kampf zwischen Dir und der Welt sekundiere der Welt.

Es gibt Fragen, über die wir nicht hinwegkommen könnten, wenn wir nicht von Natur aus von ihnen befreit wären.

Die Sprache kann für alles außerhalb der sinnlichen Welt nur andeutungsweise, aber niemals auch nur annähernd vergleichsweise gebraucht werden, da sie entsprechend der sinnlichen Welt nur vom Besitz und seinen Beziehungen handelt.

Wer innerhalb der Welt seinen Nächsten liebt tut nicht mehr und nicht weniger Unrecht als wer innerhalb der Welt sich selbst liebt. Es bliebe nur die Frage, ob das erstere möglich ist.

Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben.

Wenn das, was im Paradies zerstört worden sein soll, zerstörbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstörbar, dann leben wir in einem falschen Glauben.

Warum klagen wir wegen des Sündenfalls? Nicht seinetwegen sind wir aus dem Paradiese vertrieben worden, sondern wegen des Baumes des Lebens, damit wir nicht von ihm essen.

Wir wurden geschaffen, um im Paradies zu leben, das Paradies war bestimmt uns zu dienen. Unsere Bestimmung ist geändert worden; daß dies auch mit der Bestimmung des Paradieses geschehen wäre, wird nicht gesagt.

Ein Glaube wie ein Fallbeil, so schwer, so leicht.

Es ist nicht notwendig, daß Du aus dem Haus gehst. Bleib bei Deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich Dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor Dir winden.

Samstag, 26. April 2008

Staub

Staub

Der Anfang einer Erzählung, zu der mir kein Ende einfällt. Vorschläge werden gern angenommen...

Welchen Sinn ergab es, einen Stapel Bücher von einem Tisch weg- oder aus einem Regal herauszunehmen, um darunter Staub zu wischen? Der Staub dieses Stapels lag doch auf und nicht unter ihm? Aber so wurde es eben gemacht. Man nahm etwas weg, putzte das, was sich darunter befand, und setzte, stellte, legte das, was man vorher weggenommen hatte, wieder an seinen, nunmehr wie vorher sauberen, Platz zurück. Der Vorgang des Wegnehmens und Wiederhinstellens mag natürlich auch zumindest einen Teil des auf dem bewegten Gegenstand befindlichen Staubs entfernt haben; der Luftzug wird die Staubkörnchen ein wenig durchwirbelt und ein paar Zentimeter in die Luft gehoben haben, wo sie sich, zuerst mehr der Flieh-, dann mehr der Schwerkraft gehorchend, neu formiert nach einer langen Weile wieder niedergelassen haben werden auf dem unterhalb ihnen am nächsten gelegenen Gegenstand - durchaus auch wieder auf dem Bücherstapel. Auch mein Körper belegte sich mit Staub an diesen Tagen, an denen ich mich kaum bewegte, und wenn, dann langsam, so langsam, dass es gewollt und bedächtig wirkte, wie bei einem, der etwas sehr behutsam und vorsichtig tun musste, um keinen Schaden anzurichten, oder wie bei einem, der bei schlechter Gesundheit war und dem schnelle Bewegungen Schmerzen zufügten. Ich bewegte mich aber langsam einzig aus dem Grund, weil es nichts gab, das schnell getan werden wollte oder musste. Etwas langsam zu tun ließ Zeit verstreichen – Zeit, von der ich mehr als genug hatte, Zeit, die stumm danach verlangte, ausgefüllt zu werden. Für einen Moment dieser Zeit fand ich Gefallen an der Vorstellung, dass mein Körper unablässig unter einem feinen, unsichtbaren Staubregen stand, dass sich, während ich irgendwo saß oder lag, mehr und mehr Staubkörner, winzigste organische und anorganische Partikel und möglicherweise ganze Stämme der in Staub lebenden und gedeihenden Kleinstlebewesen auf mir niederließen, sich ihren Platz suchten, dort ausharrten, solange, bis ich mich wieder einmal kurz bewegte und sie desgleichen tun mussten, kurz hinauf in die Luft und dann wieder herunter auf meinen Menschen, der ein guter Platz war für Staub und für all das, wozu sich in Ruhe gelassener Staub im Laufe der Zeit entwickeln mochte.

Auch rauchte ich. Denn auch das Rauchen, dem langsame, ruhige, gleichförmige Bewegungen eigen waren, ließ Zeit vergehen, und auch das Rauchen ließ Staub entstehen, Staub, der ganz mir gehörte, der, bevor er in meine Umgebung gelangte und sich dort mit dem schon vorhandenen Staub paaren konnte, seinen Weg durch mich, durch meine Lungen genommen hatte, den ich aufbereitet hatte, den ich vermengt hatte mit Molekülen meines Körpers, bevor ich ihn hinausblies. Dieser Staub trug meinen Namen, er gehörte mir allein und war mir der liebste. Nie öffnete ich während des Rauchens ein Fenster, um zu verhindern, dass das, was ganz meines war, sich hinausverflüchtigte, draußen ein Eigenleben begann, und mir auf ewig fehlen würde. Er blieb in meiner Wohnung wie ich. Bei dem Gedanken, kurz vor die Tür zu gehen und dort ein Namensschild „Ich und mein Staub“ aufzuhängen, musste ich kurz lächeln. Draußen in der Welt war das Rauchen verpönt, diese Volkskrankheit Nr. 3, weit abgeschlagen hinter der Dummheit und dem Alkoholismus. Man hatte aus strategischen Gründen aber dem Nikotingenuss den ersten Platz im Feindesland eingeräumt und zelebrierte seine Bekämpfung entsprechend. In der Sicherheit meiner Wohnung war mir das gleich. Ich rauchte nicht, um zu provozieren oder irgendjemandes Gesundheit zu schädigen. Und meiner eigenen Gesundheit konnte das Rauchen nicht mehr Schaden zufügen als das Nichtrauchen, denn es beruhigte mich, beschäftigte mich; es tat mir gut, denn es ließ meine Zeit verstreichen.

Fast unbeweglich lag ich also auf meinem Bett, betrachtete die blaugrauen Qualmfäden, die von der Spitze meiner Zigarette zur Zimmerdecke hinaufwanderten, blies ihnen hellgraue, dichte Rauchwolken hinterher und spürte fast, wie der Staub nach einer Weile wieder auf mich hinunterkam, ähnlich jenen feinsten Sommerregen, die man kaum auf der Haut spürt und die dennoch innerhalb kürzester Zeit den Körper ganz durchnässen.

Meine Wohnung lag im Erdgeschoss eines zehnstöckigen Mietshauses, welches das von der Straße aus am weitesten hinten gelegene in einem Wohnblock war, den man in den frühen siebziger Jahren am Stadtrand erbaut hatte. „Wohnpark“ war damals und bis heute die schönfärberische Bezeichnung dieses aus gut zwanzig Hochhäusern bestehenden Betonmonsters, von dem sensible Seelen glauben mochten, dass es ein Eigenleben hatte und sich nachts unmerklich millimeterweise bewegte, wie tektonische Platten unter dem Meeresgrund. Man hatte den Block 1971 in nur neun Monaten in Billigstbauweise hochziehen lassen, um den Massen von immigrierenden Arbeitern aus ärmeren südlichen Ländern, denen im nahegelegenen, damals noch florierenden Industriegebiet Stellen zugesagt waren, Wohngelegenheit bieten zu können. Sie kamen zu Hunderten und waren dankbar. Dankbar für die schmutzige, sinnleere, mittelmäßig entlohnte Arbeit am Fließband, in der Stahlfabrik, im Kohlebergwerk, dankbar für die kleinen, dünnwandigen, kalten Wohnungen in den grauen, lauten, großen Häusern, dankbar, dass sie sich von ihren Familien hatten trennen dürfen, um ihnen statt ihrer Anwesenheit die Anwesenheit von Geld zu bieten, mit der irren Hoffnung im Herzen, sie damit zufriedener machen zu können, als sie es vorher gemeinsam waren.

Inzwischen war die hohe Zeit vorüber, der Industrieboom etwas, das man mit Kindern in Geschichtsunterrichtsstunden besprach, und im Wohnpark, dem mit einem wirklichen Park nur der Name verband und die Eigenschaft, dass eine vordefinierte, abgegrenzte Fläche einem bestimmten Zweck zugeführt wurde, standen viele Wohnungen leer; in denen, die noch bewohnt waren, lebten arme Menschen, einsame alte Männer oder alleinerziehende Frauen mit kleinen Kindern, die man bisweilen sah, wie sie Bälle gegen die abbröckelnden Wände kickten oder durch die grauen Flure streiften, auf der Suche nach Abenteuern, die es hier nicht gab und auch nie mehr geben würde.

Im hinteren Haus wohnte ich also, in der Mitte des Erdgeschosses, auf der linken Seite des schlecht beleuchteten Flurdurchgangs, in einer kleinen Wohnung, deren linke und rechte Nachbarwohnung leer stand. Wenn ich durch die rückwärtigen Fenster meiner Wohnstatt blickte, konnte ich den Förderturm der aufgelassenen Kohlezeche sehen, der nun seit Jahren verrostete und verrottete, ebenso wie die anderen Zechengebäude auf dem mit einem hohen Drahtzaun versperrten Gelände, denen kein Sinn und kein Zweck mehr innewohnte, und die sogar zu alt und zu marode waren, um zu Wohnhäusern umfunktioniert zu werden oder zumindest noch als Industriedenkmal Verwendung zu finden. Sie standen einfach dort und man ließ sie stehen wie den Stumpf eines umgeschnittenen Baumes, den auszugraben sich niemand die Mühe machen wollte. Denn so, wie der Stumpf eines Tages auch ohne menschliches Zutun vollständig vermodern und wieder zu Erde werden würde, würden auch die Gebäude irgendwann in sich, in nichts zusammenfallen. Dann würde man vielleicht die Trümmer abtransportieren, den Zaun abmontieren, und der Kreis hätte sich geschlossen. Tatsächlich aber wartete darauf niemand. Wenn man hier war, am Ende der Stadt, am Ende des Wohlstands, am Ende von allem, wartete man auf nichts mehr.

(...)

Donnerstag, 10. April 2008

Franz Kafka: Nachts

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Versunken in die Nacht. So wie man manchmal den Kopf senkt, um nachzudenken, so ganz versunken sein in die Nacht. Ringsum schlafen die Menschen. Eine kleine Schauspielerei, eine unschuldige Selbsttäuschung, daß sie in Häusern schlafen, in festen Betten, unter festem Dach, ausgestreckt oder geduckt auf Matratzen, in Tüchern, unter Decken, in Wirklichkeit haben sie sich zusammengefunden wie damals einmal und wie später in wüster Gegend, ein Lager im Freien, eine unübersehbare Zahl Menschen, ein Heer, ein Volk, unter kaltem Himmel auf kalter Erde, hingeworfen wo man früher stand, die Stirn auf den Arm gedrückt, das Gesicht gegen den Boden hin, ruhig atmend. Und du wachst, bist einer der Wächter, findest den nächsten durch Schwenken des brennenden Holzes aus dem Reisighaufen neben dir. Warum wachst du? Einer muß wachen, heißt es. Einer muß da sein.

Dienstag, 8. April 2008

Spaß mit Goethe

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"Wanderers Nachtlied" von Goethe ("Über allen Gipfeln ist Ruh...") mit Babelfish ins Englische und dann zurück ins Deutsche übersetzt:

"Über allen Gipfeln ist Rest, in allen Treetops, die Sie kaum einem Atem glauben; Die Vögel sind im Wald leise. Nur Steuerraum, balde, das Sie auch stillstehen."

Desgleichen Goethes "Osterspaziergang" ("Vom Eise befreit sind Strom und Bäche...") vom Deutschen ins Französische und retour:

"L' Elektrizität und Bäche werden vom Eis durch die lebhafte holdensicht des Frühlings befreit in es quetschen grünen vom d'glück; Hoffnung; der alte Winter in seiner Schwäche man s' in den Bergen zurückgezogen wird rau."

Es quetschen grünen vom glück, ja so geht's mir im Frühling auch immer...

Sachbuchtipp: Ray Kurzweil - Homo s@piens

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Zeit wird's, dass ich hier mal mein Lieblings-Sachbuch empfehle, ungeschlagen seit Erscheinen 1999 : "Homo s@piens" von Ray Kurzweil. Mit erschreckender Schlüssigkeit und Logik beschreibt der Autor 1), dass in ca. 20 Jahren Standard-Computer in der Lage sein werden, besser und schneller als das menschliche Gehirn zu arbeiten, 2), dass gegen Ende des jetzigen Jahrhunderts die "Originalsubstrat"-Menschen - die, die ihren Körper bzw. ihr Gehirn noch nicht mit Soft- und Hardware aufgerüstet haben - in der absoluten Minderheit sein werden. In weiterer, logischer Folge wird das Menschsein, wie wir es heute kennen, nahezu vollkommen verschwinden, stattdessen bildet man sein Hirn 1:1 im Computer ab, rüstet es mit dessen Fähigkeiten auf (mindestens um den Faktor von 10 hoch 24, was im Buch auf den Punkt berechnet wird), wird somit zum Programm und damit letztlich - unsterblich.

Von diesen im Verlauf der Jahre immer wahrscheinlicher werdenen Theorien einmal abgesehen ist das Buch außerdem flüssig, locker und streckenweise fast witzig geschrieben, mit vielen thematischen Ausflügen in Nicht-Computer-Bereiche, z.B. in die Politik, die Gen- oder die Nanotechnik, und mit kapitelabschließenden philosophischen Dialogen mit einer Figur namens "Molly" (in Anlehnung an die Molly Bloom von James Joyce) über den Sinn des Lebens, des Universums und des ganzen Restes. Dialoge, die (möglicherweise absichtlich) an die Dialoge zwischen Achilles, Krebs und Schildkröte erinnern, die Douglas Hofstadter in "Gödel, Escher, Bach" zum Abschluss seiner Kapitel einsetzte. Dieser gigantische Schinken war übrigens mein Lieblings-Sachbuch im vergangenen Jahrzehnt :-)

Da "Homo s@piens" derzeit im Buchhandel vergriffen ist, muss man für einen Gebrauchtkauf bei Amazon oder Ebay so ca. 40-50 Euronen einkalkulieren. Das ist das Buch aber allemal wert.

Dienstag, 1. April 2008

Franz Kafka - Vor dem Gesetz (Türhüterparabel)

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Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. „Es ist möglich,“ sagt der Türhüter, „jetzt aber nicht.“ Da das Tor zum Gesetz offen steht wie immer und der Türhüter beiseite tritt, bückt sich der Mann, um durch das Tor in das Innere zu sehen. Als der Türhüter das merkt, lacht er und sagt: „Wenn es dich so lockt, versuche es doch trotz meines Verbotes hineinzugehen. Merke aber: Ich bin mächtig. Und ich bin nur der unterste Türhüter. Von Saal zu Saal stehen aber Türhüter, einer mächtiger als der andere. Schon den Anblick des Dritten kann nicht einmal ich mehr ertragen.“ Solche Schwierigkeiten hat der Mann vom Lande nicht erwartet; das Gesetz soll doch jedem und immer zugänglich sein, denkt er, aber als er jetzt den Türhüter in seinem Pelzmantel genauer ansieht, seine große Spitznase, den langen, dünnen, schwarzen tartarischen Bart, entschließt er sich doch lieber zu warten, bis er die Erlaubnis zum Eintritt bekommt. Der Türhüter gibt ihm einen Schemel und läßt ihn seitwärts von der Tür sich niedersetzen. Dort sitzt er Tage und Jahre. Er macht viele Versuche eingelassen zu werden und ermüdet den Türhüter durch seine Bitten. Der Türhüter stellt öfters kleine Verhöre mit ihm an, fragt ihn über seine Heimat aus und nach vielem andern, es sind aber teilnahmslose Fragen, wie sie große Herren stellen, und zum Schlusse sagt er ihm immer wieder, daß er ihn noch nicht einlassen könne. Der Mann, der sich für seine Reise mit vielem ausgerüstet hat, verwendet alles, und sei es noch so wertvoll, um den Türhüter zu bestechen. Dieser nimmt zwar alles an, aber sagt dabei: „Ich nehme es nur an, damit du nicht glaubst, etwas versäumt zu haben.“ Während der vielen Jahre beobachtet der Mann den Türhüter fast ununterbrochen. Er vergißt die andern Türhüter und dieser erste scheint ihm das einzige Hindernis für den Eintritt in das Gesetz. Er verflucht den unglücklichen Zufall, in den ersten Jahren rücksichtslos und laut, später als er alt wird, brummt er nur noch vor sich hin. Er wird kindisch und da er in dem jahrelangen Studium des Türhüters auch die Flöhe in seinem Pelzkragen erkannt hat, bittet er auch die Flöhe ihm zu helfen und den Türhüter umzustimmen. Schließlich wird sein Augenlicht schwach und er weiß nicht, ob es um ihn wirklich dunkler wird oder ob ihn nur seine Augen täuschen. Wohl aber erkennt er jetzt im Dunkel einen Glanz, der unverlöschlich aus der Türe des Gesetzes bricht. Nun lebt er nicht mehr lange. Vor seinem Tode sammeln sich in seinem Kopfe alle Erfahrungen der ganzen Zeit zu einer Frage, die er bisher an den Türhüter noch nicht gestellt hat. Er winkt ihm zu, da er seinen erstarrenden Körper nicht mehr aufrichten kann. Der Türhüter muß sich tief zu ihm hinunterneigen, denn der Größenunterschied hat sich sehr zu ungunsten des Mannes verändert. „Was willst du denn jetzt noch wissen?“ fragt der Türhüter, „du bist unersättlich.“ „Alle streben doch nach dem Gesetz,“ sagt der Mann, „wieso kommt es, daß in den vielen Jahren niemand außer mir Einlaß verlangt hat?“ Der Türhüter erkennt, daß der Mann schon an seinem Ende ist und, um sein vergehendes Gehör noch zu erreichen, brüllt er ihn an: „Hier konnte niemand sonst Einlaß erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.“

Montag, 10. März 2008

Der Coup, die Kuh, das Q

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Kleiner TiTo-Buchtipp:
Der Coup, die Kuh, das Q. Das erstaunlichste Deutsch-Buch aller Zeiten, von CUS

Ein paar witzige Auszüge:

Was sind die längsten Wörter ohne e ?
Aufsichtsratssitzung - Bruttosozialprodukt - Davispokalmannschaft - Fortpflanzungsorgan - Günstlingswirtschaft - Hauptschulabschluss - Individualtourismus - Justizvollzugsanstalt - Kommunikationsstörung - Kriminalkommissarin - marktwirtschaftlich - Organtransplantation - privatwirtschaftlich - Rotationsparaboloid - Rückbildungsgymnastik - Sankt-Florians-Prinzip - Solidaritätszuschlag - Strafvollzugsanstalt - Transformationsgrammatik - Wohnungszwangswirtschaft - zustimmungspflichtig.

Ein paar seltsame lateinische Namen aus der Tier- und Pflanzenwelt:
Aaages - Marienkäfer
Alle alle - Krabbentaucher
Anophthalmus hitleri - Höhlenkäfer
Bambiraptor - Saurierart
Bufonaria borisbeckeri - Meeresschnecke
Draculoides bramstokeri - Spinnenart
Festuca vaginata - Scheidenschwingel
Gorilla gorilla - Gorilla
Longiphallus - Schneckenart
Nothobranchius furzeri - Prachtgrundkärpfling
Zyzzyxdonta - Schnecke (Gattungsname)

Welche Wörter haben die meisten Konsonanten hintereinander?
Fünf Konsonanten:
mmsch (grimmsche Märchen)
mpfst du schrumpfst usw.

Sechs Konsonanten:
chtsph Geschichtsphilosophie
llschr Rollschrank
mpfpfl Sumpfpflanze, Impfpflicht
ncksch plancksches
rschbl Kirschblüte
rststr Durststrecke
schsch Froschschenkel
tsschw Heiratsschwindler

Sieben Konsonanten:
chsschw Fuchsschwanz
chtschl Nachtschlaf
chtschr Rechtschreibung
ftsschl Geschäftsschluss
ltsschw inhaltsschwer
rchschn Durchschnitt
rktschr Marktschreier
schtsch Chruschtschow
ttsschn Herrgottsschnitzer

Acht Konsonanten:
chtsschr Geschichtsschreibung
lschschw Welschschweizer
ngstschw Angstschweiß
chtsschr Rechtsschrift
rschtsch Borschtsch
tschschw Deutschschweiz

Freitag, 8. Februar 2008

Hamlets Monolog (Sein oder Nichtsein)

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Jeder hat es schon mal zitiert - Sein oder Nichtsein - aber kaum einer kennt den ganzen wunderbaren Monolog des größten vom Leben Verarschten der Weltliteratur, darum hier mal die klassische Schlegelsche Übersetzung des Monologs im Ganzen, incl. Anmerkungen (aus Wikipedia).

Im Bild links: Hauptnebendarsteller Horatio (Hamlets bester Freund). Bekam einen Oscar für die beste Nebenrolle :-)

Hamlet-Monolog

Dritter Aufzug, erste Szene: Die Haupthandlung der Tragödie beginnt. Das Publikum weiß bereits: Hamlets Onkel hat dessen Vater ermordet. Hamlet selbst zweifelt noch. Der Onkel ahnt bereits Gefahr und belauscht ihn. Hamlet, der Melancholiker, der Zweifler und notorische Zauderer soll handeln. Der übermächtige Geist seines Vaters fordert Rache und Vergeltung. Wird Hamlet der Herausforderung gewachsen sein? Er sieht die Todesnähe, „Sein oder Nichtsein“, seine Gedanken kreisen zwischen Handlungsaufforderung und Selbstmordgedanken.

Hamlets fünfter Monolog des Stücks, ein Gespräch mit sich selbst in Form eines Disputs über den Selbstmord, gilt als das bedeutendste Selbstgespräch der Theatergeschichte, ohne Zweifel ist es das berühmteste:
(Übersetzung nach Schlegel)

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage:
Ob's edler im Gemüt, die Pfeil’ und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden, oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Im Widerstand zu enden. Sterben – schlafen –
Nichts weiter! – und zu wissen, dass ein Schlaf
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,
Die unsers Fleisches Erbteil – ’s ist ein Ziel,
Aufs innigste zu wünschen. Sterben – schlafen –
Schlafen! Vielleicht auch träumen! – Ja, da liegt's:
Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen,
Wenn wir den Drang des Ird'schen abgeschüttelt,
Das zwingt uns stillzustehn. Das ist die Rücksicht,
Die Elend lässt zu hohen Jahren kommen.
Denn wer ertrüg der Zeiten Spott und Geißel,
Des Mächt’gen Druck, des Stolzen Misshandlungen,
Verschmähter Liebe Pein, des Rechtes Aufschub,
Den Übermut der Ämter und die Schmach,
Die Unwert schweigendem Verdienst erweist,
Wenn er sich selbst in Ruhstand setzen könnte
Mit einer Nadel bloß? Wer trüge Lasten
Und stöhnt’ und schwitzte unter Lebensmüh’?
Nur dass die Furcht vor etwas nach dem Tod –
Das unentdeckte Land, von des Bezirk
Kein Wandrer wiederkehrt – den Willen irrt,
Dass wir die Übel, die wir haben, lieber
Ertragen, als zu unbekannten fliehn.
So macht Bewusstsein Feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;
Und Wagestücke hohen Flugs und Werts,
Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,
Verlieren so der Handlung Namen. – Still!
Die reizende Ophelia. – Nymphe, schließ
In dein Gebet all meine Sünden ein.



Freitag, 1. Februar 2008

Buchtipp: "Kultbücher" von Frank Schäfer

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Frank Schäfer, Jg. 1966, Mitherausgeber von„Griffel. Magazin für Literatur und Kritik“, hat nach seinen Buchveröffentlichungen "Lexikon der Rockgitarristen" und "Lichtenberg – Schmidt – Rühmkorf. Eine kleine Analogie- und Ableitungskunde" seine Anthologie "Kultbücher" herausgegeben.
Was ist ein Kultbuch? In einer „Hinführung“ erfährt der Leser, was ein Kultbuch ausmacht bzw. daß er das herausragende Buch erst zu einem Kultbuch macht und keine Werbeabteilung eines Verlages. Kultbücher brauchen ihre Zeit, da sie bei ihrem Erscheinen nicht selten kontrovers diskutiert und verworfen werden, ehe sie von „ihrem“ Publikum entdeckt und verstanden werden.
(das war z.B. der Fall bei "Der Herr der Ringe" - veröffentlicht bereits 1954, damals aber seiner Zeit voraus und kein besonderer Erfolg - wurde erst in den Spätsechzigern/Siebzigern weithin bekannt. Der echte Weltruhm kam dann erst ein halbes Jahrhundert nach der Erstveröffentlichung mit der Verfilmung der Trilogie durch Peter Jackson. Anm. TiTo)

Auch wird das spätere Hauptwerk eines bekannten Autors oftmals als Kultbuch eingestuft. Kultbücher haben oft seismographische Qualitäten, sie erfassen historische Erschütterungen, treffen den Geist oder Ungeist der Zeit, fangen ihn ein und bewahren ihn auf – für jetzt und immerdar. Damit eng verbunden ist die weitere These, daß die Wirkung eines Kultbuches, sein Erfolg, sich nicht aus seiner literarischen Qualität ableiten läßt. Beim Kultbuch spielt der ästhetische Rang absolut keine Rolle. Kultbücher sind Verständigungstexte und helfen als solche mit bei der Formung einer Gruppenidentität. Und schließlich versteht jeder unter dem Stichwort Kultbuch etwas ganz anderes.

Frank Schäfer und seine Gastautoren Hartmut El Kurdi, Gerald Fricke, Jürgen Roth und Michael Rudolf stellen insgesamt 51 Kultbücher vor, die zwischen 1883 und 1994 erschienen sind. Jeder Buchbesprechung sind etwa vier Seiten gewidmet, dazu kommt noch eine Seite, die den Umschlag des Buches zeigt. Der Bogen der rezensierten Kultbücher spannt sich von Robert Louis Stevensons Schatzinsel, Karl Mays Winnetou, Rudyard Kiplings Dschungelbüchern und Karl Kraus' Die Fackel über Ernst Jüngers In Stahlgewittern, Daniil Charms' Alle Fälle, Wilhelm Reichs Die sexuelle Revolution und Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz bis zu Ken Keseys Einer flog über das Kuckucksnest, Eckhard Henscheids Trilogie des laufenden Schwachsinns, Philippe Djians Betty Blue. 37,2 ° am Morgen und Harry Rowohlts Pooh's Corner.

Die flüssig geschriebenen Rezensionen regen an, das eine oder andere Buch zu lesen. Wer andere Kultbücher vermisst – z. B. Michael Endes Momo oder Die unendliche Geschichte, Ulrich Plenzdorfs Die Leiden des jungen W., Hermann Hesses Steppenwolf oder Michail Bulgakows Der Meister und Margarita – kann aus dem Nachwort Frank Schäfers die Hoffnung schöpfen, diese und andere Kultbücher in einer 2. Auflage zu treffen.
(diese Rezension (c) Berliner LeseZeichen,
Link:
http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz01_08/anno/anno25.htm)

Inzwischen gibt es tatsächlich eine - erweiterte - Neuauflage (2005, ISBN 9783899961799) - vorgestellt werden folgende Werke:
Winnetou, Die Dschungelbücher, Die Fackel, Winesburg Ohio, In Stahlgewittern, Die Verstümmelten, Die Tigerin, Alle Fälle, Pu der Bär, Wolf Solent, Die sexuelle Revolution, Finnegans Wake, Arturo Bandini, Der kleine Prinz, Bound for Glory, Der Fänger im Roggen, die James-Bond-Romane, Der Herr der Ringe, Der Gottsucher, die Jerry-Cotton-Heftromane, Lolita, Howl, On the Road/Unterwegs, Lebendig begraben, The Naked Lunch, Einer flog über das Kuckucksnest, A Clockwork Orange, Unschuld, Die Reifeprüfung, Tarantula, Forellenfischen in Amerika, Die Palette, Notes From A Dirty Old Man, Acid - Neue amerikanische Szene, Sex Front, Zettels Traum, Angst und Schrecken in Las Vegas, Rock Dreams, Siegfried - Jörg Schröder erzählt Ernst Herhaus, Rock Power, Die Reise nach Petuschki, Heino Jaegers Hörstücke, Gedichte/Lieder von Wolf Wondratschek, Häutungen, Take It Or Leave It, Die Reise, Geht in Ordnung - sowieso - genau, Meine Fresse!, Rom Blicke, Fuck off Amerika, Per Anhalter durch die Galaxis, Der Schneemann, Irre, Fup, Neuromancer, Unter Null, Betty Blue 37,2° am Morgen, Peggy Sue, Der Kneipenmann, Mai Juni Juli, Grovers Erfindung, Generation X, Trainspotting, In der Armee des Pharaos, High Fidelity, Please Kill Me, Soloalbum, Freddy Neptune, Sarah, Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien, The Cocka Hola Company.
Wie man sieht, wurde auch in der Neuauflage zum Glück auf Michael Ende, Hermann Hesse etc. verzichtet. Ich lese das Buch gerade, mir gefällt die Zusammenstellung außerordentlich gut, vor allem weil neben den "klassischen" Kultbüchern (Dschungelbuch, Der kleine Prinz, Fänger im Roggen usw.) ein großer Schwerpunkt auf Humor und Schrägheit gelegt wird: Numminen, Arno Schmidt, Henscheid, Heino Jaeger, die sieht man doch mal gerne in einem Kultbücherkanon. Lesetipp - mit rund 50 Lesetipps :-)

Freitag, 2. November 2007

Achselmoped, Teppichporsche? So geht Jugendsprache (nicht)

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Es gibt - aus dem Langenscheidt-Verlag - ein neues Lexikon der "Jugendsprache unplugged" - so der Untertitel, der eigentliche Titel des Buches lautet "Hä?" und das trifft's schon eher. Nicht, weil man die Ausdrücke nicht verstünde - sondern weil in Wahrheit kaum einer so spricht, wie es dieses Druckwerk weismachen will. Glaube ich zumindest - sagt man denn als Unterzwanzigjähriger heute wirklich: "Alles fett bei dir?" oder "He du Festnetztelefonierer, gehen wir in den Zappelbunker was tanken?" Ist ja schon fast peinlich. Ergo bezweifel.

Aber OK, ein paar wirklich witzige Ausdrücke sind trotzdem dabei, die den (sehr unterzwanzigjährigenfreundlichen) Preis von gerade mal 2,95 Euronen durchaus rechtfertigen; ein paar Beispiele:

Achselmoped - Deoroller
Zweitwohnung - Damenhandtasche
Fantafarm - Alkohol-Entziehungsklinik
Campingzahnbürste – Pfefferminz-Likör
igeln - Sex haben
Münzmallorca – Solarium
Teppichporsche – kleiner Hund
Überhangmandat – dicker Bauch
Bogenhusten - sich übergeben
Muschidübel - Tampon
Herrenhandtasche - Sixpack

Sonntag, 7. Oktober 2007

"Backup" von Cory Doctorow


Cory Doctorows SF-/Internet-Roman "Backup" zum kostenlosen Download

In seinem Roman "Backup" beschreibt Cory Doctorow eine Zukunft, in der man das menschliche Bewusstsein als Datenpaket im weltweiten Netz abspeichern und immer wieder neu herunterladen kann. Zugegeben, noch sind wir nicht ganz soweit - aber immerhin bieten wir schon einmal Cory Doctorows Roman zum Herunterladen an.

Denn der 1971 in Toronto geborene Autor sieht im Internet keinerlei Bedrohung für gedruckte Ausgaben von Büchern, ganz im Gegenteil: "Noch nie haben so viele Menschen so viele geschriebene Wörter von so vielen Autoren gelesen wie heute. Das Internet ist eine gigantische Welt des geschriebenen Wortes. Was für eine wunderbare Sache für Schriftsteller!"

Schon mit dem Erscheinen der Originalausgabe von "Backup" in den USA hat Doctorow seinen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit eines kostenlosen Downloads eröffnet - damit war das Buch der erste Roman, der parallel zur gedruckten Ausgabe frei im Internet erhältlich war. (d.h. legal... Anm. TiTo) Ein Experiment mit durchschlagendem Erfolg: Doctorows Fan-Gemeinde hat sich in kürzester Zeit vervielfacht - und der Autor wurde zugleich zu einer der zentralen Figuren in der Debatte um geistiges Eigentum in Zeiten des Internets.

Alles rund um Cory Doctorows Bücher und Aktivitäten finden Sie auf http://www.craphound.com/ und http://www.boingboing.net/.

Link zum Artikel und Download des Buches (PDF):

http://www.randomhouse.de/dynamicspecials/doctorow_backup/
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Dienstag, 18. September 2007

Buch oder Hörbuch?

Unlängst habe ich mich anlässlich eines Anlasses wieder einmal gefragt, was mir lieber ist: Buch oder Hörbuch - und mich dann doch wieder fürs gute alte Buch entschieden. Die Nachteile sind zwar klar - man muss es halten, herumtragen, große und schwere Bände nehmen viel Platz in Anspruch und sind sperrig, man kann während des Lesens wenig Anderes tun usw. - trotzdem sind sie mir lieber. Zum einen mag ich die Geschwindigkeit selbst bestimmen, mit der ich etwas "rezipiere" - über manche Abschnitte kann man hinweghuschen, bestimmte Sätze dagegen muss man langsam oder zwei-, dreimal lesen, um sie richtig in sich aufnehmen zu können. Beim Hörbuch dagegen wird mir die Geschwindigkeit durch den Vorleser vorgegeben. Außerdem denke ich, das Fixieren der Zeilen mit den Augen erhöht die Konzentration - zumindest bei mir :-) Und zum Autofahren passt Musik auch einfach besser als gesprochener Text.

Ein Witz zum Thema:
Sitzen zwei Kids auf einer Bank und reden über die Schule. Sagt der eine: He Alter, heute ist der Tag des Buches. Darauf der andere: Was ist denn Buches?

Und noch einer:
Sitzen zwei Kids auf einer Bank. Holt der eine ein Buch aus der Tasche. Der andere nimmt das Buch, sieht es sich von allen Seiten an und fragt: Alter, wie geht'n das an?

Zumindest einer dieser Witze, wenn nicht beide, sind bei Axel Stein geklaut... gescheiter und witziger Bursche war das seinerzeit; inzwischen ist er wohl erwachsen. Tut der noch was?

Montag, 27. August 2007

Mehr als nur ein "Buchtipp": Roberto Savianos Gomorrha

Der Blick in den Abgrund
Roberto Savianos Bestseller "Gomorrha" ist eine Reise in die globale Unterwelt der Mafia


Tagesspiegel, 27.08.2007

Zynisch gesagt, ließen sich die jüngsten Mafia-Morde vor einer Pizzeria in Duisburg als fabelhaft verkaufsfördernde Maßnahme bezeichnen für Roberto Savianos am Wochenende in Deutschland erschienenes Buch „Gomorrha“. Nun ist Italiens organisiertes Verbrechen mit seinen regionalen Spezialnamen Cosa Nostra, ’Ndrangheta und Camorra auch hierzulande wieder im Gespräch. Aber Saviano und sein Buch „Gomorrha“ bedürfen gar keiner weiteren blutig aktuellen Kulisse. Der Fall ist schon für sich aufregend genug.

Roberto Saviano hat Philosophie studiert und in Neapel als freier Journalist gearbeitet. Er ist 28 Jahre alt und war noch vor kurzem völlig unbekannt. Bis 2006 im Mailänder Großverlag Mondadori „Gomorrha“ erschien, diese „Reise ins Reich der Camorra“, so der deutsche Untertitel. Die Camorra ist die Mafia Neapels und der umgebenden Region Kampanien – und „Gomorrha“ fand von Bozen bis Palermo in wenigen Monaten 800 000 Käufer. Obwohl es Saviano hauptsächlich um die Fakten des camorristischen „imperio economico“ geht, führte sein Bericht die italienischen Bestsellerlisten – auf Platz 1 – der Romane an, nicht der Sachbücher.

Die Camorra selber wusste freilich schnell, was hier Dichtung und was Wahrheit ist. Als Saviano dann nicht nur im Buch, sondern bei immer mehr öffentlichen Lesungen und Diskussionen penetrant (und fast selbstmörderisch mutig) auf den Fakten und vor allem den Namen der Bosse und ihrer Familien bestand, war das sein Todesurteil. Um ihm zu entgehen, lebt Saviano, der am 5. September in Berlin im Kulturinstitut in der italienischen Botschaft am Tiergarten auftreten will, seit zehn Monaten wie einst Salman Rushdie: an unbekannten Orten, in der Woche mehrmals die Wohnungen wechselnd und Tag und Nacht unter Polizeischutz.

Das Buch ist tatsächlich ein Zwitter, ein Monster, ein Menetekel. Saviano schreibt mal wie ein Reporter aus eigenem Erleben, kühl und sachlich. Dann wieder, einem Romancier gleich, in Ausbrüchen der Emotion, Wut, Verzweiflung, Verwünschung. Und ist dazwischen ein Zeithistoriker, der Wirtschaftssoziologie seiner Heimat auf der Spur. Hierbei grenzt das Faktische geradezu unvermeidlich ans Fantastische, wird darin eins. Zum Beispiel in Casal di Principe.

So heißt Savianos Heimatgemeinde. Eine Kleinstadt nordwestlich von Neapel, mit weniger als 20 000 Einwohnern. Allein in diesem Nest sind 517 Baufirmen offiziell registriert, und etliche hundert mehr gibt es in den Nachbargemeinden. Hier existiert das größte Einkaufszentrum Süditaliens und eines der mächtigsten Multiplex-Kinos des ganzen Landes. In Casal di Principe regieren die nach dem Ort benannten Clans der Casalesen, einige von ihnen wurden in den letzten Jahren verhaftet oder in Kriegen unter den Clans liquidiert, und Saviano schleicht sich heimlich in deren zum Teil verlassene riesige Villen, die wiederum, gigantisch vergrößert, exakte Kopien der Gangster-Anwesen in Hollywood-Mafiafilmen sind. Mit eigenen Führerbunkern.

Trotz punktueller Erfolge der staatlichen Mafia-Jäger ist die Macht der Casalesen wie die der gesamten Camorra seit Jahren nur immer gewachsen. In seiner Heimatstadt, wo seine Eltern noch immer leben und sein Vater, weil er einen Angeschossenen retten wollte, von der Camorra malträtiert wurde, sieht Saviano das dunkle Herz Italiens. Von hier wird „halb Italien gebaut“, in Zement und auf Korruption, schwarz oder mit gewaschenem Geld. „Die erfolgreichsten Unternehmer Italiens entstammen der Bauindustrie“, schreibt Saviano. Das gilt auch für Silvio Berlusconi, dessen Namen der Autor, selten genug, nicht nennt (und der Buchverlag Mondadori gehört zu Berlusconis Medienimperium).

Gleich neben der Bauindustrie boomt die Abbauwirtschaft. Nahebei wird in einstigen Idyllen Kampaniens der Müll fast ganz Norditaliens in gespenstischen Deponielandschaften verklappt. „Nirgendwo sonst in der westlichen Welt lagert mehr illegaler Abfall und Giftmüll“, das habe seit Ende der Neunziger in nur vier Jahren etwa 44 Milliarden Euro „in die Taschen der Clans und ihrer Mittelsmänner gespült“. Ein Markt mit jährlichen Zuwachsraten von knapp 30 Prozent, „vergleichbar nur mit dem Wachstum des Kokainmarkts“.

Während die Mafia, wenn es blutig wird, immer häufiger halbwüchsige Killer beschäftigt (ihre wie in Afrika mit Drogen aufgeputschten Kindersoldaten), sind es fast Kinder auch, die Saviano beobachtet, wie sie mit nichts als Tüchern vorm Mund auf den dioxinverseuchten, von giftigen Nebeln bedeckten Kippen als billige, kurzlebige Tagelöhner arbeiten. Diesen Albtraum lassen laut Saviano bestochene Chemiker Wirklichkeit werden, mit ihren amtlichen Berichten zur angeblichen Einhaltung der EU-Schadstoffnormen. Saviano benennt dazu Anlagen der Petrochemie in Sizilien und Unternehmen der mit ihrem Umweltschutz werbenden Toskana ebenso wie venezianische Kläranlagen („vorwiegend staatlicher Kapitalgesellschaften“). Sie alle lassen ihre giftigen Rückstände in Kalabrien Tag für Tag preisgünstig entsorgen. Inzwischen stinkt diese Hölle buchstäblich bis Neapel, das in diesem Jahr am eigenen Abfall zu ersticken droht.

Dort spielt das Lied von der Stadt, dem Müll und dem Mord immer lauter. Nach Polizeiermittlungen arbeiten 15 von 18 Müllentsorgungsfirmen in der Provinz Neapel „direkt mit den camorristischen Clans“ zusammen. Und weil die Deponien Kampaniens von allem auswärtigen Abfall so lukrativ überfüllt sind, wurde in den letzten Jahren der einheimische kampanische Müll „zu einem Preis, der fünfzigmal höher lag als der, den die Camorra von ihren Kunden verlangte“, von Neapel nach Deutschland gebracht! So wird der Albtraum zum Irrwitz.
Saviano schildert eindrücklich auch die fast surreal grausigen Folter- und Tötungsmethoden der Mafiosi. Ein Kapitel ist zudem Don Peppino gewidmet, dem Pfarrer von Casal di Principe, den die Camorra ermorden lässt nach seinen Predigten gegen die örtlichen Clans und der Androhung, den Familien nicht mehr die kirchlichen Sakramente zu gewähren. Das wirkt als Fallstudie menschlich anrührend, aber man wundert sich, warum Saviano an diesem Punkt nicht weiterfragt: nach der möglichen Macht oder Ohnmacht der Kirche im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Verhängte der Vatikan einen allgemein verbindlichen Kirchenbann gegen die Mafia, wäre dies ja weit mehr als nur eine symbolische Geste.

Am eindrucksvollsten liest sich „Gomorrha“, wo das Buch aus nächstem Erleben ganz Wirtschaftskrimi ist. Saviano sucht sich einen Job im Hafen von Neapel und gerät in ein Viertel scheinbar verrottender Wohn- und Lagerhäuser, die unterirdisch miteinander verbunden sind und in denen chinesische Reedereien und Zulieferer ihre schier unvorstellbaren, unkontrollierten Warenmengen für die Märkte Europas zwischenlagern. Afrikaner, Albaner, Italiener, Chinesen wohnen und werken wie menschliche Termiten in diesen Häusern, versetzen in ihnen über Nacht Räume und Wände, im immergleichen Wechsel von laden, lagern, liefern. Einmal mehr: eine reale Geisterwelt.

Noch toller, gespenstischer, handfester wird das im Norden Neapels, in der „Las Vegas“ genannten Gegend um das Kaff Secondigliano. Hier arbeiten, ohne Tarifverträge und Versicherungen, die besten Näherinnen und Schneider Italiens – laut Saviano vermutlich: die besten der Welt. Sie schneidern von den Chinesen und ihrer Mafia, den Triaden, gelieferte Stoffe, nach Entwürfen der Topdesigner aus Mailand und Turin. Denen geht es nicht um die mindere Qualität in Asien gefertigter Textilien, sondern um die billige Produktion erstklassiger Wertarbeit. Saviano nennt Namen, etwa Armani und Versace. Und schildert, wie einer der neapolitanischen Schneider, Pasquale, sein für einen Dumping-Lohn gefertigtes Kleid, ein Einzelstück, im Fernsehen wiedererkennt: am Körper von Angelina Jolie, in der Oscar-Nacht. Übrigens hat keines der Mode-Weltunternehmen die Angaben von „Gomorrha“ bisher bestritten.

Die Haute Couture versteigert ihre neuen Modelle jeweils unter den Cammora-nahen Unternehmern des süditalienischen Las Vegas. Das preiswerteste Angebot erhält den Zuschlag, manchmal konkurrieren auch mehrere Schneider um denselben Entwurf. Wer am Ende nicht auf dem Laufsteg landet, bedient mit dem stillen Einverständnis der Modehäuser den zweiten Markt der Outlets: mit echten Kopien, mit autorisierten Fälschungen. Das hat man bisher kaum gewusst.

Ralph Salerno, ein New Yorker Kripo-Mann, hatte Ende der 60er Jahre in den USA mit seiner Studie über „Das organisierte Verbrechen“ wohl erstmals darauf hingewiesen, dass es nicht mehr nur um Glücksspiel, Schmuggel und Schutzgelder geht; er schrieb, dass die amerikanische Cosa Nostra im Jahr mehr Umsatz mache als General Motors, Ford, Standard Oil und alle US-Stahlwerke zusammen. Inzwischen ist die Mafia längst ein globales Phänomen. Roberto Savianos neoveristischer Tatsachenroman bringt das am Beispiel von Sodom und Camorra auf den wunden, dunkelsten Punkt. So reicht sein Buch in den besten Passagen heran an Truman Capotes Essay-Bericht „Kaltblütig“ oder die Afrika-Reportagen eines Ryszard Kapuczinski.

Roberto Saviano: Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra.
Aus dem Italienischen von Friedrike Hausmann und Rita Seuß.
Carl Hanser Verlag, München 2007.
367 Seiten, 21,50 Euro.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/kultur/Literatur-Mafia-Roberto-Saviano;art138,2366380


Natürlich berührt mich - als gebürtige Duisburgerin - das Thema "Mafia" etwas mehr als andere. Ich muss aber sagen, dass mich die Tatsache, dass die italienische Haute Couture von Camorristi organisiert und von miesest behandelten Arbeitskräften für ein paar Euro hergestellt wird, absurderweise fast noch mehr schockiert hat als die Duisburger oder die tausende von weiteren Morden, die Kinderarbeit oder die massive Unterwanderung von Wirtschaft und Politik in - wohl nicht nur - Italien. Und warum? Weil der Kontrast so unfassbar scharf ist. Hier die ungemeldeten, unversicherten, für einen Hungerlohn akkordarbeitenden Näherinnen, zusammengepfercht in irgendwelchen neapolitanischen Fabrikhallen, und dort Brangelina, Clooney etc. in schicker Armani- oder Versace-Montur. Und keinen schert's. Solange nur keiner darüber spricht. Dieses ungeschriebe Gesetz hat Saviano - Gott sei Dank - gebrochen. Wünschen wir ihm viel, viel Glück und ein erstklassiges Security-Team....

Montag, 23. Juli 2007

Harry Potter 7 - der deutsche Titel steht fest!

Blitzmeldung:

Der deutsche Titel des brandneuen (und möglicherweise letzten) Potter-Bandes Nr. 7 wird lauten: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" - eine erstaunlicherweise ziemlich wortgetreue Übersetzung des Originaltitels "Harry Potter and the Deathly Hallows". Am 27.10. wird der deutsche Band erscheinen, den englischen gibt's ja schon seit vorgestern.

ACHTUNG SPOILER:
Wer sich das Buch nicht kaufen will, aber trotzdem neugierig ist, kann im Kommentar lesen, was passieren und wer alles sterben wird...

Sonntag, 22. Juli 2007

Very Short Stories

Die W-Akten (http://www.w-akten.de/) kennt ja fast jeder - eine schier unerschöpfliche Web-Sammlung von "Wissen, das keiner braucht". Mit Antworten auf weltbewegende Fragen wie z.B.:
Welches Fassungsvermögen hat ein Elefantenrüssel?
Wer war der letzte Mann auf dem Mond?
Warum mündet der Rhein nicht in die Nordsee?
Warum ist Fronleichnam immer Donnerstags?
Wer waren "Krethi und Plethi"?
Welche Kontinentaldurchquerung kostete 36 Cents?

All dieses Marginalwissen kann man durchaus sehr spannend finden. Mit gleichem Recht aber auch öde, fade und komplett uninteressant. Je nachdem, wie man eben so ist, ne.

Weniger bekannt, aber absolut eine Reise wert, ist auf jeden Fall die leider etwas versteckte W-Akten-Unterkategorie "Very short stories" (http://www.w-akten.de/very-short-stories.phtml). Hier findet der geneigte Leser auf mehreren, urlangen Seiten Hunderte von Kurzgeschichten, die nur eine Bedingung erfüllen mussten: unter 300 Zeichen lang zu sein. Gar nicht so einfach :-)

Hier findet man Perlen wie:

Sie zierte sich. „Wir können doch nicht einfach so auf offener Straße -“, schien ihr Blick zu sagen. „Warum nicht?“, schaute er ungeduldig zurück und fügte funkelnden Auges hinzu: „Das tun doch alle!“ In einer Toreinfahrt kamen sie sich sehr nah. Dann trabte das Dackelpärchen Fell an Fell heimwärts.
(Ralf Kreimann)

Neulich. Ich, lieg da so im Rinnstein. Plötzlich kommt so'n Typ vorbei. Der sah vielleicht aus!
(Hans Gräfe)

Eben war er eingeschlafen, den Schlaf des Gerechten suchend, da begann ein tosender Lärm wie aus der tiefen Hölle, Kugeln donnerten durch die Luft, schlugen neben ihm ein, drohten ihn zu zerschmettern! Dem Tode nah, fielen ihm die letzten Worte des Vaters ein: „Schlafe nie auf einer Bowlingbahn!“
(Guido)

Ein TiTo-Tip-Top-Top-Tip! (ach, wär ich doch Werbetexterin geworden, wie es meine Eltern immer wollten)