Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina

Montag, 25. Februar 2008

Extreme cooking! Terrooooooooooooorrrr...

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Nach 14 Tagen Blogabstinenz (das Wetter war schön und mir fiel nix ein) hier zum Wiedereinstieg ein echtes Weiberposting - oder doch nicht? Selbst entscheiden:

Schöne, kuriose Kochbuchwelt

Schon vor längerer Zeit einmal in der Kleinen Zeitung online gelaufen. Die "Kleine Zeitung"
ist übrigens nach meiner unmaßgeblichen Meinung noch immer die sympathischste, informativste und bestformatigste (jaja, schlechter Deutsch, ischweiß) österreichische Tageszeitung. Jedenfalls in der Steiermark :-)


Über die thematischen Schwerpunkte und Essempfehlungen dieser Kochbücher kann man übrigens SEHR geteilter Meinung sein. Aber okay, lassen wir hier mal den Lateiner sprechen: De geschmackibus non est disputandum....

P.S. Der Titel des Postings soll an eine geniale, leider schon dahinverblichene Comedyserie der 90er auf RTL gemahnen. Olli & Mirco, where are you now? Australien? Altenteil? Wohldotierter Beraterjob? Oder aber... doch nicht etwa Media Markt-Werbung? Nee, oder?

Hier jedenfalls der Artikeltext:


Wie sagt man so schön? "Viele Köche verderben den Brei". Das kann man von Kochbüchern allerdings nicht behaupten. Von diesen stummen Küchengehilfen kann man wahrlich nicht genug in seinem Regal stehen haben. Kochbücher laden uns zu kulinarisch-exotischen Reisen rund um den Erdball ein. Sie nimmt man gerne zur Hand, wenn die Küchenfantasie der Köchin oder des Kochs erschöpft ist und man seinen Gästen nicht immer Wiener Schnitzel kredenzen möchte. Nur manchmal verlassen Kochbücher den Pfad des Alltäglichen, um das absolut Ungewöhnliche vorzustellen. Begleiten Sie uns auf unserem kleinen Streifzug durch diese kuriose und aufregende Kochbuchwelt.

Wir starten mit Melar Lucan und Durian Gray, die uns "Die Kunst der dekadenten Küche" schmackhaft machen möchten. Hierbei naschen wir von Marquis de Sades Süßigkeiten, wir erfahren, wie Katze in Tomatensoße schmeckt und lernen, dass Rattenfleisch auch seine Vorzüge haben kann.

Wenn Sie immer schon wissen wollten, wie in Gefängnissen gekocht, gebacken und gegessen wird, dann ist das Buch "Huhn in Handschellen" ein guter Einstieg. Die Rezepte, die von den Hamburger Gefängnisinsassen kreiert und ausprobiert wurden, sind witzig geschrieben und die Gerichte natürlich ungewöhnlich.

"Strange Food - Skurrile Spezialitäten" von Jerry Hopkins entführt seine Leser in eine fremde Welt, in der ohne Bedenken Insekten zubereitet, Quallen serviert oder Schlangen gegessen werden. Es ist ein spannender und kulturgeschichtlicher Streifzug rund um den Globus, wo man schon mal auf Fledermausblut-Cocktails oder frittierte Stierhoden trifft.

Sehr skurril! Stefan Gates Werk "Der Gastronaut" ist kein Kochbuch im herkömmlichen Sinn. Vielmehr lädt er seine hungrige Leserschaft auf eine kulinarische Weltreise ein, wo vergoldete Würstchen, gedünstete Schweinsohren, Rentiereintöpfe oder Löwenzahnwurzelkaffee verkostet werden. Dabei werden auch alle (un)möglichen Zutaten ausprobiert (Hühnerfüße, Käferchen u.v.m.).

Wenn's die heikle Katze frisst, dann kann's wohl auch dem Zweibeiner nicht so schlecht schmecken. So hat wohl Volker Kitz gedacht, als er sein Kochbuch "Spaghetti Shebanese" auf den Markt gebracht hat. Kredenzt werden delikate (?) Gerichte aus Katzenfutter: Chili Krallenscharf, Chicken-Nug-Cats, Kater-Curry oder getigerter Kitten-Pudding. Sie müssen Ihre Gerichte aber nicht aus dem Katzenschüsserl essen ...

Birigt Vanderbeke mag's gern ungewöhnlich. Ihr Buch "Schmeckt's? Kochen ohne Tabu" soll Küchenakrobaten anregen, jenseits der Küchentabus kreativ zu sein. Und so empfiehlt sie Brennnesselsuppe, Lammhirn in Kapernbutter, Schneckenspieße, Krakenragout, Sardinen im Backteig und vieles mehr.

Eine abenteuerlustige Feinschmeckerin ist Christa Weil. In ihrem Potpourri aus der internationalen Extremküche "Cuisine Fatale" serviert die Autorin die ungewöhnlichsten Speisen aus allen Teilen der Welt. Von stinkendem, eingelegten sauren Hering aus Schweden (Surstromming) über sardischen Schafskäse, verfeinert mit lebenden Maden (Casu marzu), bis hin zu lebensgefährlichen Genüssen (Stichwort Fugu).

Schon mal süßsaure Heuschrecken, frittierte Skorpione mit Reis oder karamellisierte Mehlwürmer gekostet? Wenn Sie jetzt Appetit bekommen haben, dann ist das "Insektenkochbuch" von Ingo Fritzsche und Bubpa Gitsaga bestimmt das Richtige für Sie.

Na Mahlzeit: In "The Original Road Kill Cookbook" beschreibt der Autor Buck Peterson, wie auf der Straße überfahrene Kängurus, Katzen, Hunde, Kojoten, Igel in der Küche "verwertet" werden können. Gottlob fehlt dem Herrn nicht der nötige Humor (und ein guter Magen) ...

"Schotts Sammelsurium" zum Thema Essen und Trinken ist kein Kochbuch, sondern vielmehr ein buntes Nachschlage- und Schmökerwerk, das Köstliches, Lehrreiches, Witziges, Unglaubliches, Interessantes und Verblüffendes aus dem Reich der Kulinarik präsentiert. Zum Selberlesen oder Verschenken allerbestens geeignet.

"Stein" - Auch nicht ganz alltäglich: In Stefan Wiesners Kochtöpfe kommt alles, was er auf seinen Streifzügen durch Berge, Wald und Wiesen findet: Und so köcheln Gold und Silber, Stein und Holz, Heu und Stroh, Farn, Moos und Alpenrosen munter vor sich hin.

Für die Familie brutzeln Hühnerbrust mit Mozzarella und Tomaten im Ofen, darunter trocknen die Hühnchen-Chips für Lumpi. Immer nach dem Motto: gesund und lecker kochen - und dann wird gemeinsam genossen. Die Rezepte in "Iss was Dog!" sind von Mensch und Hund erprobt.

Zum Abschluss unserer Rallye durch skurrile Kochbücher etwas für wirklich Hartgesottene: "A History Of Cannibalism" von Nathan Constantine. Die Geschichte des Kannibalismus - von den Anfängen bis zur Gegenwart (in englischer Sprache).

Goethe ist tot, Mozart ist tot, mir ist auch schon schlecht......

1 Kommentar:

Mutya hat gesagt…

Also als ich Olli Dittrich in der Media MArkt Kampagne entdeckt habe konnte ich auch meinen Augen nicht trauen. Ich begreife einfach nicht, wie ein so genialer Comedian solch Werbung machen kann. Stellenweise hat das ganze ja noch was unfreiwillig Komisches, aber schnell verfliegt auch das letzte Schmunzeln. Ich hätte wirklich gedacht, dass aus dieser Kooperation etwas wesentlich witzigeres und überzeugenderes an Spots zusammenkommt.