Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina

Samstag, 17. November 2007

Drei Romananfänge

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„In einer kleinen Konditorei, da saßen wir zwei bei Kuchen und Ei...“ sang Helga leise vor sich hin. „Das heißt Tee! Bei Kuchen und Tee!“ keifte Frau Thiel und warf einen strengem Blick über die Theke. „Ja, ja, ja“, entgegnete Helga gedehnt und dachte nur: alte Beißzange, mit Stammkunden kann man es ja machen, während sie langsam im flaumigen Milchschaum ihres Café latte herumrührte. Hier war sie oft mit Klaus gesessen. Klausi... Immer wollte er zwei Stück Torte auf einmal. Aber das hatte sie nie gestört. Frau Thiel auch nicht. Es gehörte einfach zu Klaus. So wie sein komischer Hut und seine Bierdeckelsammlung. Helga seufzte leise...

„Wir haben ernste Probleme mit der Stromversorgung, Käptn“, rief der Erste Offizier Puschkow. „Das sehe ich selbst, Pusch“, entgegnete Commander McNaughty trocken. Die Beleuchtung auf der Brücke flackerte wild und die Bordinstrumente spielten verrückt. Es war klar. Das Ding, das sich kurz hinter Beteigeuze im Andocksystem verfangen hatte, musste irgendwie ins Schiff gelangt sein und trieb nun offenbar im Maschinenraum sein Unwesen. Zum Glück funktionierte der Bordfunk noch. Der Captain setzte den Alarm Klasse 3 in Kraft, der die gesamte Crew bewaffnet auf die Brücke rief. „Notstrom, Pusch!“ rief er noch, als plötzlich alle Lichter ausgingen und ein blaugrünlich schimmerndes Leuchten...

Winter. Kälte. Der erste Schnee. Er ging. Es war dunkel. Flocken fielen. Gelbes Licht von Laternen. Er fror. Er trug keinen Mantel. Da waren Bäume. Er ging vorbei. Dann keine Bäume mehr. Er ging weiter. Niemand war da. Er sah ein Auto. Es fuhr an ihm vorbei. Er sah hinein. Er sah einen Mann. Ein Mann fuhr das Auto. Der Mann sah weg. Das Auto fuhr weg. Er ging weiter. Durch den Schnee. Er sah auf den Schnee. Der Schnee war weiß. Der Schnee blendete ihn. Er sah hinauf. Dunkel. Das Dunkel blendete ihn. Er schloss die Augen. Er ging weiter. Mit geschlossenen Augen. So ging er. Durch die Kälte. Durch den Schnee. Durch das Dunkel. ...
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Kommentare:

Ingolf hat gesagt…

...erinnerst Du dich noch an die "endlose Geschichte" bzw. "to be continued" , Phantasia .. ?

inErinnerungenschwelg

Tina hat gesagt…

Freilich erinnere ich mich.. nicht mehr so sehr an den Inhalt der Story(ies) - aber umso mehr an den Spass, den ich damit hatte, und den Enthusiasmus, mit dem x Leute daran mitgeschrieben haben... *mitschwelg*