Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina
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NL: Rauchverbot im Coffeeshop - Ab dem 1.7. kein Tabak mehr im Joint
In den Niederlanden gilt am dem ersten Juli - also heute - ein Gesetz zum Schutz der Nichtraucher. Das Rauchen von Tabak in Gaststätten und Restaurants ist verboten. Dieses Gesetz trifft auch die Coffeeshops, in denen man legal Cannabisprodukte erwerben und konsumieren darf.
Nach der neuen Gesetzeslage ist erlaubt, eine reine "Grastüte" zu rauchen. Ein Joint, in dem Gras oder Hasch mit Tabak gemischt sind, ist dagegen illegal. Die Coffeeshop-Betreiber versuchen nun mit Kräutermischungen, Verdampfern und Haschkeksen das Gesetz zu umgehen.
Sollten sich die Besitzer der Coffeeshops nicht an das Gesetz halten, drohen Geldstrafen. Auch eine Nichtverlängerung der Lizenz steht zur Debatte. Dies käme der konservativen Regierung entgegen, da sie die Anzahl der Coffeeshops langsam reduzieren möchte.
Quelle: shortnews.de, Webreporter: Gutmensch
Ich sach nur: Free THC... Legalize Erdbeereis :-)
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Gefunden in der östereichischen Zeitung "Der Standard" vom 31.5./1.6.2008:
Als das Rauchen noch geholfen hat
Der 21. Weltnichtrauchertag steht wieder im Zeichen des Nichtraucherschuztes. Der Standard erinnert an Zeiten, als Rauchen im Film als ultracool galt: keine schlechte Optik.
Den größten Sieg von Rauchern über Nichtraucher feierte Sharon Stone in "Basic Instinct": Rauchen sei im Verhörraum verboten, wies der schwammige Cop die betörend erotische Verdächtige hin. Die grinste: "Was wollen Sie tun? Mich verhaften?" Und sog kräftig an.
Je stärker Rauchen verpönt ist, desto öfter wird im Film das Feuerzeug gezückt, Das belegten Studien 2007 für den deutschen Sprachraum. Aber auch im rauchfreien Amerika pofeln Schauspieler im Film neuerdings wieder mehr: "Die Zahl der Raucher unter amerikanischen Erwachsenen hat sich zwischen 1950 und 2002 halbiert, während das Rauchen im US-Film 2002 ein historisches Hoch erreicht hat, höher als vor einem halben Jahrhundert", fanden die Forscher Jonathan Polansky und Stanton Glantz heraus. Und das obwohl Kettenraucher Lucky Luke den abgenatschten Tschick gegen einen Strohhalm tauschte ... und sogar James Bond inzwischen auf Rauchware verzichtet.
Vorbilder sind die qualmenden Schauspieler heute nicht mehr. Filmhistorisch interessant ist der Einsatz der Zigarette als Stilmittel aber noch immer: Marlene Dietrich rauchte für die Gleichberechtigung. Lauren Bacall rauchte aus Liebe zu Bogart. Und weil Sexszenen in Zeiten von "Haben und Nichthaben" noch tabu waren. James Dean: Keiner rebelliert hier ohne Nikotin! Jean Seberg - noch ein Tabubruch: Kinderpaffen in Godards "Außer Atem". Brigitte Bardot: Zu Bardots Zeit war Rauchen in Frankreich Pflicht. Columbo: Zum zerknautschten Mantel des eigenwilligen Kommissars gehörten nicht nur das klapprige Auto, Mrs. Columbo sondern auch die dicke Havanna. Tom Waits: Schwafeln zur Kunstform erhob Jim Jarmusch in "Coffee and Cigarettes". Robert Duvall: Ein letztes Statement, wie eine Raucherkarriere enden kann, gab "The Captain" in "Thank You for Smoking" ab.
(Doris Priesching)
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Und shortnews Nr. 3:
München: Pfiffiger Wirt will durch Kartenlesegerät das Rauchverbot umgehen
In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hat Wolfgang Baier, Wirt einer Bar in München-Schwabing, erklärt, wie er das anstehende Rauchverbot zum 1. Januar 2008 umgeht. Er rechnet dann mit einem Rückgang von Gästen, der zwischen 30 und 40 Prozent liegen wird.
Er hat bereits jetzt ein Lesegerät angebracht um seine Gäste daran zu gewöhnen. Im Gesetzentwurf steht, dass das Rauchen in einer geschlossenen Gesellschaft nicht verboten ist. Am Eingang seines Lokals ist dazu ein Lesegerät angebracht, wo die Aufschrift "Geschlossene Gesellschaft" leuchtet.
Will jemand hinein, benötigt er eine spezielle Karte - die der Wirt ausgibt - und die Tür öffnet sich. Gäste die keine Karte haben und hinein wollen, müssen vorher klingeln, werden aber vorher auf die Sonderregelung hingewiesen. Auch Wirte auf dem Oktoberfest könnten ihre Zelte damit ausstatten.
Ja, ich weiß, Rauchen ist nicht mehr politically correct, schädigt die Gesundheit und blablabla, aber diesem genialen Wirten zolle ich trotzdem meinen ganzen Respekt - nicht nur, weil ich Raucherin bin, sondern weil die Idee einfach unschlagbar ist... und sich hoffentlich keine rechtliche Fußangel findet, die dieses Projekt wieder zunichte macht. Wohnte ich in München und nicht in der schönsten Stadt Österreichs, würde das (trotz Schwabing) wohl mein Stammlokal werden :-)