Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina
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Samstag, 5. Januar 2008

Heinz Rudolf Kunze: Tohuwabohu

Hier ein Songtext von Heinz Rudolf Kunze: "Tohuwabohu". (Schönes Wort.)

So wie man Ende der 60er Jahre eben Helga hieß, wenn man als Mädchen oben mitspielen wollte... aber ich war ja nicht mal ein Mädchen. Ich korrigierte das Ende des 2. Weltkriegs, mein böser Onkel trank Asbach, kotzte vom Balkon und sah Studentinnen nach, mit Blumen im Haar. Ich saß zwischen Hundegebirgen in karierten Gärten, spielte Wandergitarre, wie im CVJM gelernt, und konnte mich nicht entscheiden zwischen Reinhard Mey und "Kick Out The Jams, Motherfuckers".
Tohuwabohu...

Mitten in der Mathestunde entdeckten sie, ich brauchte eine Brille. Von Grzimeks Tierleben lernte ich Onanieren. In nichts war ich gut, außer in Angst, das kann man nicht lernen, das hat man. Hätte ich mit Vierzehn gewusst, in welche Raserei mich heute Unordnung bringt, ich hätte mir die Pulsadern aufgebissen. Mein bester Freund verließ mich für meine erste Freundin. Einen langen Moment war ich sicher, das sei nicht wieder gutzumachen. Er dauert noch an.
Tohuwabohu...

Im Unterricht hob ich meine häßlichen Pullis bis an die Brustwarzen ("Sei ganz ruhig! Du bist unter Feinden!"), der Lehrer fragte: "Probleme mit der Unterwäsche?" Seit damals schiebt wieder und wieder der gräßliche Zwilling die Kennkarte quer in meinen Kopf und reißt mir die lächelnden Mundwinkel blutig, verläßt mich niemals ganz der Wunsch nach 131 Tagen Koma.
Tohuwabohu...

Freitag, 13. Juli 2007

Was ist eigentlich... Tohuwabohu?

Tohu, äh... ho wuboha... huhu... watt?
Wikipedia weiß es natürlich.
Man beachte speziell den "Mangel an denkenden Wesen":

Tohuwabohu (hebr. תהו־ובהו, tohu-va-vohu, "wüst und leer") bezeichnet ein großes Durcheinander, einen Wirrwarr. Der hebräische Begriff ist dem 1. Buch Mose:1,2 entnommen und bedeutet nach Luther „wüst und leer“. Dabei bezeichnet tohu die Wüstheit, wa bedeutet „und“ und bohu ist die Leere. Die Bibel beginnt mit dem Satz „Bereshith bara elohim et hashamajim v’et ha'arez, v’ha'arez hajtah tohu vavohu ...“ (Genesis 1,2). Tohuwabohu beschreibt also die größtmögliche Unordnung, die der ordnenden Hand eines Gottes bedarf.
Andere Übersetzungen (zum Beispiel Die Schrift von Buber und Rosenzweig) sprechen von „Irrsal und Wirrsal“. tohu drückt demnach „geistliche Leere“ (also eine Art Führungslosigkeit) – bohu dagegen bedeute „geistige Leere“ (also Mangel an denkenden Wesen).
Heute wird der Begriff Tohuwabohu umgangssprachlich für ein großes Durcheinander verwendet.

Verwandte Themen:
Umgangssprachlich findet häufig der Begriff Durcheinander Verwendung.
Der bedeutungsähnliche Begriff Chaos stammt aus dem Griechischen.
Der bedeutungsähnliche Begriff Ginnungagap stammt aus dem Germanischen.

Wiktionary: Tohuwabohu – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Tohuwabohu