Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina
Hier ein Songtext von Heinz Rudolf Kunze: "Tohuwabohu". (Schönes Wort.)
So wie man Ende der 60er Jahre eben Helga hieß, wenn man als Mädchen oben mitspielen wollte... aber ich war ja nicht mal ein Mädchen. Ich korrigierte das Ende des 2. Weltkriegs, mein böser Onkel trank Asbach, kotzte vom Balkon und sah Studentinnen nach, mit Blumen im Haar. Ich saß zwischen Hundegebirgen in karierten Gärten, spielte Wandergitarre, wie im CVJM gelernt, und konnte mich nicht entscheiden zwischen Reinhard Mey und "Kick Out The Jams, Motherfuckers".
Tohuwabohu...
Mitten in der Mathestunde entdeckten sie, ich brauchte eine Brille. Von Grzimeks Tierleben lernte ich Onanieren. In nichts war ich gut, außer in Angst, das kann man nicht lernen, das hat man. Hätte ich mit Vierzehn gewusst, in welche Raserei mich heute Unordnung bringt, ich hätte mir die Pulsadern aufgebissen. Mein bester Freund verließ mich für meine erste Freundin. Einen langen Moment war ich sicher, das sei nicht wieder gutzumachen. Er dauert noch an.
Tohuwabohu...
Im Unterricht hob ich meine häßlichen Pullis bis an die Brustwarzen ("Sei ganz ruhig! Du bist unter Feinden!"), der Lehrer fragte: "Probleme mit der Unterwäsche?" Seit damals schiebt wieder und wieder der gräßliche Zwilling die Kennkarte quer in meinen Kopf und reißt mir die lächelnden Mundwinkel blutig, verläßt mich niemals ganz der Wunsch nach 131 Tagen Koma.
Tohuwabohu...
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Bescheuerte deutschen Songtexte, vor allem in den Niederungen von Schlager, Stimmungs- und Volksmusik, gibt es ja genug. Noch faszinierender finde ich allerdings die, oft genug unfreiwillige, Beknacktheit der Texte englischer Charthits und Popsongs... Sachen, die jeder trällert oder mal geträllert hat, ohne zu merken, was für einen Dummfug er da eigentlich mitsingt :-)
Ein Klassiker ist z.B. Ryan Paris mit "Dolce Vita":
We're walking like in a Dolce Vita, this time we' ve got it right
We' re living like in a Dolce Vita, hm gonna dream tonight
We' re dancing like in a Dolce Vita, with lights and music on
Our love is made in the Dolce Vita, nobody else than (!) you
It' s our last night together with our love again
Another light before we' ll drown in darkness
Say you' ll never leave me now, say you gonna love me now...
Ganz toll finde ich auch "When Susannah Cries" von Espen Lind:
When Susannah cries
she cries a rainstorm
she cries a river
she cries a hole in the ground...
Beim Radioliebling "I Like Chopin" von Gazebo rollen sich bei mir ebenfalls immer die Zehennägel hoch:
Rainy days never say goodbye to desire when we are together
Rainy days growing in your eyes, tell me where's my way
Imagine your face in a sunshine reflection
A vision of blue skies, forever destructions
Used to say "I like Chopin ", love me now and again...
Unsere Liebe wird gemacht im Dolce Vita, niemand anderes dann du? Wenn Susi weint, dann weint sie ein Loch in den Boden? Regentage sagen nie Wiedersehen zum Verlangen? Für immer Zerstörungen? Ächz. Kein Wunder, dass das fast alles nur One-Hit-Wonders waren... :-)
Ach ja... ich könnte noch hundert weitere Beispiele nennen... wenn mir nur welche einfielen.