Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina
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Donnerstag, 30. Oktober 2008

Gunkls Tipps für Oktober

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Und hier wieder ein paar schöne monatsaktuelle Gunkl-Zitate (diesen Blog regelmäßig Lesende werden sich erinnern: Gunkl ist der beste Kabarettist der Welt).

Dieses und viel mehr Gutes zu finden unter
http://www.gunkl.at/

Tips für Oktober 2008 (Auszug)

01.10.2008:Suchen Sie nach billigen Baugründen vielleicht nicht unbedingt in Graubünden.

04.10.2008:Wer den dringenden Auftrag verspürt, die Menschen wachzurütteln, sollte sich überlegt haben, was er dann den nunmehr munteren Menschen mitteilen möchte.

05.10.2008:Basteln Sie aus nicht weniger als fünf und nicht mehr als zehn natürlichen Zahlen und ein paar Junktoren Ihrer Wahl eine periodische Kommazahl mit längstmöglicher Periode.

07.10.2008:Besprechen Sie mit einem Logiker Ihres Wahlsprengels, ob die Anzahl wahrer Aussagen - wenigstens theoretisch - unendlich ist.

08.10.2008:Sollten Sie gestern zu dem Befund gekommen sein, daß es tatsächlich unendlich viele mögliche wahre Aussagen gibt, dann können Sie ja heute überlegen, ob die Zahl sich verringert, wenn Sie alle Sätze, die Aussagekraft und Wahrheitsgehalt zum Thema haben, da nicht mitzählen.

13.10.2008:Sehr angesagt in diesem Winter sind Zahnspangen aus Mohair.

15.10.2008:In der Wintermode sind Pailletten aus abgebrannten Trafostationen nur bis zum Siebzehnten des jeweiligen Monats zulässig. Danach gelten sie als verrucht. Vermutlich eher verraucht. Ich hab mir das nur sehr undeutlich ausgedacht. Besprechen Sie das am besten mit Ihrem Typberater.

17.10.2008:Auf der Champs Elysees gibt es keine Reichen und Schönen mehr; klar, dort kostet das kleine Bier acht Euro. Schönsaufen geht nicht, ohne arm zu werden. Also entweder reich oder schön.

20.10.2008:Was ist mein Rechner doch für ein Schelm; nicht nur, daß er zum hochfahren länger braucht als ich zum Zähneputzen - und in meinem Alter ist einem die zahlenmäßige Bemessenheit des Dentalbestandes gehörig bewußt - nein, er verschmeißt offenbar hin und wieder das Sanduhrsymbol, das anzeigt, daß er grad sehr beschäftigt ist und sich um mich jetzt nicht kümmern kann. Daß er die Sanduhr gerade sucht, wird natürlich nicht angezeigt. Klar, womit denn auch?

21.10.2008:Bei der Herbstmode liegen gedeckte Farben im Trend. Na, und? Man muß sich ja nicht dazulegen.

24.10.2008:Richten Sie in Ihrem Gemüt ein Abklingbecken für gröbere emotionale Auslenkungen ein. Sowas hilft. Mir wenigstens.

25.10.2008:Die Rechtschreibreform ist irgendwie so überhaupt kein Thema mehr. Wird nicht mehr geschrieben? Oder hat der öffentliche Diskurs auch ein Abklingbecken?

26.10.2008:Wenn Themen wie beispielsweise die Rechtschreibreform irgendwann wenigstens deutlich aufschreiwürdig sind und irgendwann später ziemlich wurscht werden, ohne daß sich am beklagten Faktenbestand wesentlich etwas verändert hat, könnte man mit einem Professionisten in Belangen der Entrüstungsdeutung ein ergiebiges Gespräch darüber führen, wie wurscht privates und öffentliches Echauffement mit einem so vorhersagbaren anlaßfreiem Ablauf eigentlich sind.

27.10.2008:Erfinden Sie ein neues chinesisches Schriftzeichen und versuchen Sie, das bis nächsten Mittwoch ins offizielle Amtschinesisch zu schmuggeln.

30.10.2008:Wenn Ihnen Speisen von entlegenen Gegenden der Welt nicht bekommen, dann kochen Sie heute etwas Inotisches.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Gunkl ist der beste Kabarettist der Welt

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Ja, das kann man auch objektiv so stehen lassen.

Vorgestern hatte ich wieder einmal die Freude, Gunkl (alias Günther Paal, was ich für ein geniales Pseudonym halte) live zu sehen/hören. Wissen, das die Welt nicht braucht: Trotz heftiger Bronchitis habe ich es geschafft, nur dreimal zu husten und mir zweimal die Nase zu putzen. Er hat's eh gemerkt, aber sich vornehmst eines Kommentares enthalten. Hingegen bekam eine Dame auf den vorderen Rängen, deren Mobiltelefon während des Vortrags den "Nokia-Sound" püddelte, die volle Breitseite ab. Hossa, war da die Schadenfreude groß. Dann aber auch wieder die Ehrfurcht vor der Person, die da auf der Bühne hochgescheit vor sich hin philosophierte und wunderfeinste Scherze, Wahr- und Weisheiten ins Grazer Orpheum sprühte.

In Deutschland kennt ihn so ziemlich kein Schwein... aber das läßt sich ja leider über Vieles sagen.

http://www.gunkl.at/ ist seine aufs absolut Wesentlichste (viel schwarzer Text auf viel weißem Grund) reduzierte Homepage, die seine sämtlichen Bühnenprogramme - natürlich mit Ausnahme des aktuellen - in Schriftform zum Nachlesen und -denken anbietet. Daneben aber auch Zeichnungen, einen täglichen, blogartigen Eintrag, bissl Merchandising und eine Handvoll Links.

Ebenso reduziert ist Gunkl übrigens auch auf der Bühne - erst ist da nur ein Vorhang, dann tritt ein Mann in einer undefinierbar grünlichen Schlabberhose und weinrotem Poloshirt Marke C & A vor dem Vorhang, wird von einem statischen Scheinwerfer unspektakulär beleuchtet, redet zwei Stunden (soweit ich das beurteilen kann: auswendig!), sagt Wiedersehen und geht wieder hinter den Vorhang. Das war's - und mehr ist auch nicht nötig.

Der zweitbeste Kabarettist der Welt ist übrigens Hans Liberg. Der kommt im November auch ins Orpheum. *freu*