Dies ist ein BLOG: ein öffentliches Internet-Journal mit regelmäßigen Einträgen (Posts). Thema ist alles, was ich lustig, interessant, spannend oder ungewöhnlich finde - z.B. Weblinks, Fotos, Videos, Gags, Literatur- und Musiktips, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und sonstiges Brimborium. Daher auch der Name Tohuwabohu, denn einen roten Faden gibt es nicht, bzw. der einzige rote Faden bin ich :-) Diesen Blog gibt es seit 07 / 07. Es lohnt sich durchaus, auch die älteren Posts nachzulesen, wenn man die neueren mag. Und: Kommentare sind erlaubt/erwünscht, werden veröffentlicht und gern gelesen. Viel Spaß in meinem Webwohnzimmer! Tina
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Sonntag, 3. Mai 2009

Wikilyrik (c) TiTo

abraham, die topologie in popice, in jihlava,
die marsmission der nasa, närrische würfelverdoppelung.
von nebenflüssen des konservatoriums erzählend, geht es
durch kirchen, über dächer, und maria, nicht die maria,
die bogenschützin
im grünen trikot der hoffnung, kommt endlich
nach saint-bris-des-bois.

Hiermit hebe ich eine neue (?) Form der Lürick aus der Taufe. Wikipedias Zufälliger-Artikel-Funktion benutzen, ein paar der Ergebniswörter miteinander verschwurbeln, voilà, fertig ist das Pöm.

Sonntag, 20. Juli 2008

Neues aus Limmerland

 

There was a young lady from Riga

who smiled when she rode on a tiger.

They came back from the ride

with the lady inside

and smile on the face of the tiger.

Samstag, 5. Januar 2008

Gedicht von Robert Frost: "The Road Not Taken"


Two roads diverged in a yellow wood
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that, the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood and I--
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Noch schnell ein Weihnachtsgedicht

.
Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.

So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.
Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.

Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.
Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.

Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier
die Reste in Geschenkpapier.
Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.

Wer ist's, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s' ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

(Loriot)

Frohe Weihnachten!

Montag, 10. Dezember 2007

Ophthalmologenlyrik

.
Dunkelgrau auf dunkelblau
macht die Augen müd und mau.

.

Samstag, 11. August 2007

Noch'n Gedicht

Wenn Dir das untenstehende Gedicht NICHT gefällt, dann ist es mal ganz klar irgend so'n verblasener Lürickscheiß von Göte, Schiller oder wem.
Wenn es Dir aber gefällt, dann ist es selbstverständlich von mir.

Leben ist ein Lied aus Lüge
Tod ist tiefer Trauer Ton
Spott nur ernte ich und Hohn
Denn was ich zusammenfüge
Angesichts des großen Nichts
Lacht nur schrill und dann
Zerbrichts.
.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Abendlied

Schmetterling fliegt nach Haus,
kleiner Bär tapst nach Haus,
Känguruh springt nach Haus.
Die Lampen leuchten,
der Tag ist aus.

aus: "Abendlied" von Hanns Dieter Hüsch

Nachti!

Donnerstag, 12. Juli 2007

Mimi


Und hier eine kleine Hommage an unseren Stubentiger Mimi... hockt im Bild rechts gerade auf einer Wohnzimmerfensterbank, macht sich sehr dekorativ vor der Winterlandschaft... und ist außerdem mindestens die süßeste, liebste, lustigste Katze der Welt.

Zwei Katzengedichte

DIE KATZEN

Sie sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.
Ihr Blick ist demuthaft und manchmal etwas irr.
Dann spinnen ihre Krallen fremde Fäden,
Aus Haar und Seide schmerzliches Gewirr,
Vor Kellerstufen und zerbrochnen Läden.
Im Abend sind sie groß und ganz entrückt,
Verzauberte auf nächtlich weißen Steinen,
In Schmerz und Wollust sehnsuchtskrank verzückt
Hörst du sie fern durch deine Nächte weinen.
Maria Luise Weissmann (1899-1929)

KATZENGEDICHT

Von einer Katze lernen
heißt siegen lernen.
Wobei siegen "locker durchkommen" meint,
also praktisch: liegen lernen.
Sie sind ein sieghaftes Geschlecht,
diese Katzen.
Es gibt ihrer so viele wie Spatzen im Land.
Doch wer streichelt schon Spatzen?
Sie ist gar kein rätselhaftes Tier,
so eine Katze.
Sie will viel Fraß, etwas Liebe, doch meist
horcht sie an der Matratze.
Was eine einzige Katze uns lehrt,
lehren uns alle:
So viel wie möglich nehmen, ohne zu geben,
und dann ab in die Falle.
Robert Gernhardt (1937-2006)