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Mittwoch, 12. März 2008

Schweden will kleines rotes Haus auf den Mond schießen

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Quelle: T-Online Nachrichten vom 7.3.2008

Schweden wollen rotes Häuschen auf Mond schießen
Von Thomas Borchert, dpa

Hübsche Zukunftsversion oder millionenschweres PR-Projekt: Erst fand Mikael Genberg seine Idee selbst komplett verrückt, ein kleines rotes Holzhäuschen auf den Mond zu schießen. Inzwischen glaubt der 44 Jahre alte Multikünstler fest daran, dass es um das Jahr 2012 herum so weit sein wird: Schwedens Raumfahrtbehörde arbeite ebenso intensiv mit wie ein Minister, einflussreiche Parlamentarier, Industriebosse und Schwedens erster Astronaut Christer Fuglesang.

Als Genberg im Schloss seiner Heimatstadt Västerås bei Stockholm vor sechs Jahren die erste feurige Rede für das Mond-Projekt hielt, war sein Thema der "allgemeine Mangel an Verrücktheit". Dem könne man mit dem Bau einer kleinen roten Schwedenhütte auf dem Mond beikommen. Als seriöse Politiker und sogar Schwedens Raumfahrtbehörde anbissen, wurde aus der verrückten Idee schnell ein durchgestylter Plan mit Genberg als Projektmanager bei der eigenen Firma Luna Resort AB. Das Häuschen mit der bescheidenen Wohnfläche von zehn Quadratmatern ist immerhin schon fertig - und in Wirklichkeit aus ultraleichtem Material all-tauglich gebaut. Aber es sieht eben aus wie bei Pippi Langstrumpf um die Ecke.

Der Weg zum Mond mag noch weit sein, aber bis in die britische BBC und die ARD-Tagesthemen hat es der Schwede schon geschafft. Schwedens Raumfahrtbehörde und bisher 20 als Sponsoren aufgesprungene Unternehmen hoffen vor allem auf Imagepflege für Schweden als Hochtechnologie-Land. Umgerechnet 56 Mio. Euro müssen alles in allem gesammelt werden. Wie viel Geld inzwischen sicher ist, will Genberg nicht sagen.

Abgeschossen werden soll die Schweden-Hütte nach derzeitigen Plänen mit einer russischen Trägerrakete. Würde man eine der viel größeren europäischen Trägerraketen wählen, müsste man als eins von mehreren Projekten die öffentliche Aufmerksamkeit teilen. Das sagt dem Projektchef gar nicht zu: "Nein, es sollte schon exklusiv sein. Ich stelle mir vor, dass wir den Start dann auch in ein gemietetes Sportstadion übertragen."

Bleibt für manchen immer noch die Frage, was das rote Haus auf dem Mond soll. "Wir wollen vor allem zeigen, dass man Grenzen sprengen kann und auf ernste Probleme in der Welt hinweisen", sagt Genberg. Ob das Sinn macht, kann vorerst an einem Modell von Haus und Mond direkt neben der an Västerås vorbeirauschenden Autobahn E 18 studiert werden.

Total süß und putzig? Geniale neue Idee? Oder komplett halbgarer, verschwenderischer, mediengeiler Dummfug? Das soll jede/r selbst für sich entscheiden. Mir gefiel vor allem der Storytitel. Klingt wie der Titel eines Kinderbuches in der Art von "Der kleine Prinz", so à la "Der kleine Mik schießt ein rotes Häuschen auf den Mond". Michael Sowa könnte das wunderbarst bebildern. Den Text würde ich schon schreiben - Anfragen interessierter Verlagshäuser bitte in den Kommentar setzen :-)

Montag, 4. Februar 2008

Smilie auf dem Mars entdeckt

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Laut der heutigen Ausgabe der britischen Tageszeitung "The Sun" (sozusagen das englische Äquivalent zur "Bild-Zeitung") hat ein Satellit in einem Krater auf der Marsoberfläche ein Smilie-ähnliches lachendes Gesicht entdeckt und natürlich sofort geknipst. Irdisches Original und marsianische Kopie (oder umgekehrt?) zum Vergleich siehe links.

Sonntag, 26. August 2007

Riesiges Loch im Universum entdeckt

Rätselhaftes Riesenloch im Universum

Astronomen haben ein riesiges "Loch" im Universum gefunden, für das sie keine Erklärung haben. In der Region mit einem Durchmesser von fast einer Milliarde Lichtjahre gebe es weder Sterne noch Galaxien. Selbst Dunkle Materie sei dort offenbar nicht zu finden, berichtet Lawrence Rudnick von der University of Minnesota im "Astrophysical Journal". Für das Phänomen lieferten weder die bisherige Forschung noch Computersimulationen eine Erklärung. Die Region liegt im Sternbild Eridanus.

Leere Bereiche im Weltraum, sogenannte "Voids", sind schon länger bekannt. Das jetzt entdeckte Loch übersteigt aber die Vorstellungskraft der Forscher und bringt sie in Erklärungsnot. "Es ist tausendmal größer als ein typischer Void", erklärt Astronomieprofessor Lawrence Rudnick. Er entdeckte die Region mit Hilfe der Radioastronomie. Dann verglich er seine Ergebnisse mit Beobachtungen zur kosmischen Hintergrundstrahlung. Diese bestätigten, dass sich in diesem Bereich ein kalter Fleck befindet. Die einzige Erklärung dafür ist, dass es dort keine Materie gibt, sagt Rudnick. Das Gebiet ist zwischen fünf und zehn Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt.

"Das ist wohl etwas, das sehr ernst genommen werden muss", kommentiert Brent Tully von der University of Hawaii, der sich ebenfalls der Erforschung von Voids widmet. Löcher im Universum entstehen vermutlich dadurch, dass massereiche Gebiete mit ihrer Schwerkraft Materie aus weniger dichten Gebieten abziehen, so Tully.

[science.ORF.at/AP/Reuters, 24.8.07]


Ähmm... ist doch klar, worum es sich dabei handelt, oder? Um den Arsch der Welt!

Donnerstag, 9. August 2007

Bisher größter Planet des Universums entdeckt


8. August 2007, 15:43, NZZ Online

Bisher grösster Planet des Universums entdeckt - TrES-4 ist ziemlich «flauschig»

Amerikanische Astronomen haben in 1400 Lichtjahren Entfernung den bisher grössten bekannten Planeten des Universums entdeckt. Der um einen Stern kreisende TrES-4 ist 20 Mal grösser als die Erde und um 70 Prozent grösser als Jupiter, der grösste Planet des Sonnensystems, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «Astrophysical Journal Letters» berichteten. ...

Amerikanische Astronomen haben in 1400 Lichtjahren Entfernung den bisher grössten bekannten Planeten des Universums entdeckt. Der um einen Stern kreisende TrES-4 ist 20 Mal grösser als die Erde und um 70 Prozent grösser als Jupiter, der grösste Planet des Sonnensystems, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «Astrophysical Journal Letters» berichteten.

(ap) TrES-4 besteht hauptsächlich aus Wasserstoff. Abgesehen von der Temperatur von 1260 Grad würde man dort keinen festen Stand haben. «Es gibt wahrscheinlich nirgendwo auf dem Planeten eine feste Oberfläche», erklärte Georgi Mandushev vom Lowell-Observatorium in Arizona. «Man würde darauf versinken.» TrES-4 befindet sich im Sternbild Herkules und wurde erstmals im vergangenen Jahr gesichtet - mit einem Teleskop des Lowell-Observatoriums sowie des Palomar-Observatoriums in Kalifornien und Teleskopen auf den Kanarischen Inseln.

Die Forscher hatten ihn mit Teleskopen auf der Erde entdeckt, als er vor seinem Stern vorbeigezogen war und dabei dessen Helligkeit verändert hatte.

Der Exoplanet, wie Planeten ausserhalb des Sonnensystems bezeichnet werden, sei ein Indiz dafür, «dass die Natur noch einige Überraschungen für uns bereit hält», sagte Alan Boss von der Carnegie Institution. Bisher könne noch niemand verstehen, warum diese Planeten so flauschig seien. «Das ist wirklich ein Rätsel, wie sie mit dieser niedrigen Dichte bestehen können.»